Rezension: „Der Gewitterbaum“

Lieblingszitat:

„Lieber Jerry,

ich bin in einem Kloster hoch oben im Himalaya. Es ist, als blickte man durch ein Vergrößerungsglas auf die Welt. Die Sterne sind so nah…“

(S. 164)

„Der Gewitterbaum“ hört sich meiner Meinung nach schon spannend an. Irgendwie mystisch, originell und verblüffend für eine Liebesgeschichte.

Genau diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, als ich diesen Titel hörte und ich wollte es unbedingt lesen.

In letzter Zeit habe ich mich an mehr Liebesromanen versucht und immer das Außergewöhnliche gesucht, sodass ich auf dieses Buch sofort ansprang und es ausprobieren wollte. Warum auch nicht? Die Handlung hörte sich ganz gut an und in einem Buch steckt ja bekanntlich viel mehr, als ein Klappentext hergeben kann.

Was daraus geworden ist, könnt ihr weiter unten lesen…

Klappentext:

Mitte der 80er Jahre im englischen Newcastle: Ursula und Jerry kennen sich seit ihrer Kindheit, sie werden früh ein Paar, doch können die Liebe nicht halten. Ursula sehnt sich nach Freiheit, sie geht nach Indien, kommt verändert zurück, wird Schauspielerin und bekommt ein Kind. Der ehrgeizige Jerry studiert in Oxford und heiratet. Doch im Grunde ihres Herzens konnten sie sich nie vergessen. Eines Tages begegnen sie sich in ihrer Heimatstadt wieder: bei der Beerdigung von Ursulas Großmutter Mary. Auf jenem Hügel, auf dem der Gewitterbaum steht, der in Ursulas Familie schon immer von großer Bedeutung war…

„Es tut mir leid, Miss, er ist erst elf.

Die Bibliothekarin lächelt. […]

Du bist unser allerjüngstes Mitglied, sagt sie.“

(S. 60)

Ursula und Jerry leben in verschiedenen Orten und teilen ganz verschiedene Charaktere.

Jerry ist ruhig und intellektuell, er ist in einem Club, um Bücher auszuleihen und zu lesen – aber eigentlich kommt er aus der Sozialwohnungsgegend und muss sich mit diesem Konflikt auseinandersetzen.

Ursula dagegen wohnt in einem netten Reihenhaus und ist ziemlich oft alleine. Ihre Mutter ist schwer beschäftigt, um politische Reden gegen das Atomwettrüsten zu schreiben und schneit mal rein und raus. Sie hat zwei Geschwister, zu denen sie überhaupt keinen Kontakt hat irgendwie und eine gruslige Oma, die ständig abwesend im Kopf ist und ihr seltsame Geschichte über ihre Vergangenheit erzählt.

Was sie gemeinsam haben, ist ihre Einsamkeit. Sie fühlen sich in ihrer Umgebung nicht verstanden und ziellos.

Tatsächlich verliebt Jerry sich sofort in Ursula, sie sich aber nicht in ihn. Ein Paar werden sie erst, kurz bevor sie erwachsen sind und sich dann ihre Wege trennen – worauf ich nicht zu viel eingehen möchte.

Von Anfang an hatte diese Geschichte für mich durchaus Potenzial, eine gute Liebesgeschichte zu werden. Der Klappentext klang sehr ansprechend und mir gefielen Aufbau, möglicher Hintergrund und Spannung. Schlussendlich – das nehme ich jetzt vorweg – konnte mit „Der Gewitterbaum“ allerdings nicht überzeugen.

Ich gebe zu, dass ich in Gedanken vielleicht zu sehr an einigen anderen Roman gehangen bin, wie „Die Tochter des Uhrmachers“ und im direkten Vergleich – weil ich dieses Buch im Anschluss las – „Love To Share“ und „Das Leuchten des Mondes“ aus meiner letzten Rezension. Ich erwartete irgendwie etwas, dass in eine dieser Richtungen geht und wurde dementsprechend enttäuscht.

Zuerst möchte ich anmerken, dass mir die fehlenden Anführungszeichen bei der direkten Rede wirklich gefehlt habe, was mir vorher nie bewusst war. Dies ist zwar eine künstlerische Freiheit und ich möchte sie als solche respektieren, persönlich finde ich sie aber nur in der Lyrik richtig vertreten. Es hat mich enorm verwirrt, dass ich direkte und indirekte Rede oder Gedanken nicht sofort trennen konnte und ich musste mich doppelt so fest wie sonst auf die Buchstaben konzentrieren, was insgesamt meinen Lesefluss etwas holprig werden ließ.

Auch kam ich nicht besonders gut mit dem Schreibstil der Autorin klar, obwohl ich hier keine eindeutigen gründe festlegen kann. Es war mehr das Gefühl, das ich hatte und ich bin einfach nicht in die Geschichte reingerutscht, sondern hing am oberflächlichen Geschehen fest – weswegen ich auch vermute, dass ich deswegen die Handlung nicht ganz nachvollziehen konnte.

Insgesamt war ich einfach nicht in der Atmosphäre des Buches. Ich fand die Handlung spannend, bis Ursula wieder aus Indien kam, denn danach wurde es mir wirklich zu abstrakt. Es passieren einige sehr seltsame Dinge, die ich auch am Ende nicht nachvollziehen konnte und immer noch die Stirn darüber runzeln muss. Irgendwie habe ich etwas Wichtiges verpasst und dieses Puzzlestück fehlte mir für den Rest der Erzählung.

Für mich war Ursula sehr anstrengend. Sie war wirklich ohne Anker in der Welt unterwegs und sehr…ziellos? Sie hat sich nie ganz zurechtgefunden und hat sich auch nie sonderlich für soziale Kontakte interessiert. Für ihre Familie hatte sie nie Zeit und um ihre Oma – die ihr früher wichtig war- hat sie sich bis zu deren Tod auch nicht mehr geschert. Ihr Charakter war so schwammig und ohne feste Kanten oder Ecken, an denen man sich stoßen konnte. Es kam mir so vor, als würde sie einfach durch die Geschichte schweben, aber nichts wirklich realisieren.

Der Klappentext ist dabei etwas irreführend, denn ihre Großmutter stirbt erst kurz vor Ende des Buches und ihr Widersehen dort ist das Ende. Auch das hat mich wiederrum überrascht.

Zuletzt hat mir noch ein letzter Aspekt gefehlt: der Gewitterbaum. Durch Titel und Klappentext so groß angekündigt hatte ich eigentlich auch erwartet, dass dieser Baum eine Rolle spielt. Im Buch kam er genau drei Mal vor. Einmal in der Vergangenheit und zweimal in der echten Handlung, aber die bedeutende Rolle kam bei mir nicht so hervor – vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet. Die Bedeutung des Namens wird zwar klar und irgendwie hat er wohl einen besonderen Einfluss, aber…für die Handlung von Bedeutung? Ich weiß nicht so recht.

„Tut mir leid, stößt sie hervor und kämpft dagegen an, doch die Tränen fließen in Strömen…“

(S. 349)

Abschließend muss ich sagen – und das tut mir total leid – hat mir „Der Gewitterbaum“ einfach nicht gefallen. Ich versuche Bücher immer als einzelnes Werk zu sehen und bin nicht sehr streng, aber hier war ich wirklich enttäuscht.

Die ganze Handlung kam mir durchweg zu schwammig und seltsam – ohne Halt, ohne Punkt und Komma und andere Dinge. Zusammen mit den eher mittelmäßigen Charakteren und meiner Mühe beim Lesen ergibt das einfach keine gute Mischung. Ja, das Buch ist kurzweilig und nicht sehr lange, und trotzdem musste ich mich eher durchkämpfen, als dass die Seiten flogen.

Ich möchte hierfür nur 3/5 Sterne geben, weniger gebe ich aus Prinzip nicht und mir gefiel dennoch der Stil – insbesondere der Briefwechsel und die wilden 80er.


Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den btb Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.

[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim btb Verlag]


Bibliographische Angaben:

Autor: Emily Woof

Seitenanzahl: 384 Seiten

Verlag: btb Verlag

Genre: Liebesroman

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Rezension: „Lord of Shadows“

Lieblingszitat:

“Ich liebe dich, Jules“, sagte sie. Ich liebe dich. Aber eben nicht auf diese Weise.“

(S. 828)

Ich muss gestehen, ich hatte sehr lange überlegt „Die Chroniken der dunklen Mächte“ überhaupt zu lesen – keine Ahnung, wieso genau. Vielleicht, weil ich immer ein wenig Angst habe, dass mir die Reihe nicht gefallen könnte – und ich kenne so viele, die diese Reihe wirklich über alles lieben.

Dennoch hat mich bereits nach „Lady Midnight“ das Fantasy-Fieber gepackt und ich war voller Vorfreude auf den zweiten Teil. Nachdem ich mich entschlossen hatte, ihr eine Chance zu geben, war ich wirklich sehr positiv überrascht und möchte dieses Erlebnis nun mit euch teilen.

Bitte beachtet, dass diese Rezension auf jeden Fall Spoiler zum ersten Band enthält.

Klappentext:

Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt Emma sich daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nickt wirklich geklärt ist.

Zumal herrscht Unruhe in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendalter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Kampf ausbricht…

„Kit hatte schon bald einen Grund für einen weiteren Eintrag auf seiner Liste an Dingen, die er an Schattenjägern nicht mochte: Sie wecken mich mitten in der Nacht auf.“

(S. 203)

Nachdem Emma sich an Malcom Fade rächen konnte, wird der Leser direkt in den zweiten Band geworfen und muss dabei einiges wegstecken.

Emma führt eine Scheinbeziehung mit Mark und tut damit Jules und sich selbst weh, aber sie versucht gleichzeitig mit aller Macht, den Parabatai-Fluch zu umgehen. Ich konnte ihr Verhalten sehr gut nachvollziehen und war überrascht, wie sehr Julian an dieser Liebe festgehalten hat, obwohl er doch genau wusste, was für Probleme es geben würde.

Außerdem treffen wir einige alte Bekannte, von der eine mich besonders gefreut hat. Eigentlich habe ich schon seit „Clockwork Prince“ auf sie gewartet und diese Begegnung hat mich wirklich außerordentlich gefreut.

Am Institut in LA wird es nun laut: Nicht nur, dass Kit jetzt zum Inventar gehört, der Rat schickt auch die Zenturionen der Scholomance, denn sie sollen Fades Leichname finden. Oder zumindest geben sie das vor.

Mir war von Anfang an klar, dass ab jetzt alles aus dem Ruder läuft – die Zenturionen vertreten schattenweltlerfeindliche Ansichten und sich sehr arrogant, was den einsamen Blackthorns zu schaffen macht. Es wird mehr denn je klar, wie isoliert die Familie die ganze Zeit über lebte. Dennoch treffen wir auch überraschend einen Freund von Simon: Jon Cartwright aus der Akademie-Zeit, was ich irgendwie lustig fand – so für zehn Seiten. Danach fand ich diese Begegnung etwas unnötig, weil er sowieso nicht lange Teil der Geschichte war.

Die Probleme spitzen sich dagegen zu und natürlich müssen Emma, Mark, Julian und die anderen mal wieder ein paar Abenteuer lösen – dieses Mal aber ohne den nicht Perfekten Diego, was eine unheimliche Erleichterung war. Stattdessen mit sehr vielen Perspektivwechseln, die mir sehr gefallen haben.

Dennoch fand ich es gut, dass die Zenturionen und die Kohorte ins Spiel kamen, um zu zeigen, wie viele Probleme die Schattenjäger im Moment haben und wie gespalten sie sind. Man merkt, dass durch den Dunklen Krieg und Valentin einige Dinge ins Rollen kamen und die Nephilim sich uneinig sind. Natürlich haben die Blackthorns es da mit Mark und Helen nicht leicht und müssen sich auch noch ständig mit Feenwesen herumschlagen, die etwas von ihnen wollen.

Ich will nicht lügen: Dieses Buch ist sehr dick.

Normalerweise würden mich solche langen Bücher nerven und die Geschichte zieht sich dann meistens auch, doch bei „Lord of Shadows“ ist es anders und das liegt an genau einer Tatsache: Es geht nicht nur um Emma und Julian. Man hat das bereits am Ende des ersten Bandes gespürt, doch hier wird es viel deutlicher. Man bekommt als Leser Einsicht in jeden Blackthorn, sowie Cristina und Kit, was eine unheimliche Abwechslung in die Geschichte bringt. Dadurch konnte man merken, dass wirklich jeder in dieser Geschichte wichtig und entscheidend ist – manchmal war es dadurch auch viel spannender und es kam mir nie langweilig vor.

Die Handlung ging wirklich runter wie Öl und sie Seiten flogen so dahin, bis ich einfach am Ende angekommen war.

Also, das Ende hat mich wirklich zerstört und ich kann nicht fassen, dass Cassandra Clare das wirklich ernst meint und ihren Lesern das antut. Ich hätte fast geweint, auf jeden Fall aber war ich todtraurig und habe –ehrlich gesagt- jetzt nicht mehr so viel Lust auf Band 3…Spaß, ich kann es kaum erwarten, obwohl ich mir die Geschichte so nicht mehr vorstellen kann.

Wie immer erscheint die Situation unausweichlich und ich kann mir kein gutes Ende vorstellen. Ich bin mehr als gespannt auf den letzten Band „Queen of Air and Darkness“ und hoffe, dass alles noch zu einem guten Ende kommt. Was ich mir aber – wie gesagt – gerade nicht vorstellen kann.

Die Charaktere glänzen einerseits durch ihre Vielschichtigkeit und ihre Abwechslung und andererseits durch ihren bekannten Status. Ich muss zum Beispiel einfach lächeln, wenn ich Magnus‘ Szenen lese.

Mir fiel auf, wie sehr sich die Figuren im Gegensatz zu dem ersten Band entwickeln.

Wir lernen noch mehr von Julians skrupelloser Seiten kennen, die auch mir Angst macht und kriegen noch mehr Einblicke in seine Gefühle und natürlich seine Probleme mit Emma und dem Parabatai-Bund.

Auch Emma entwickelt sich, sie ist eine grandiose Schattenjägerin und ich liebe jede ihrer Szenen mit Jem (den man ja eh liebt).

Überhaupt entwickeln sich alle Charaktere. Man lernt mehr über die anderen Blackthorn-Kinder – am Meisten über Livvy und Ty, die sich um Kit kümmern, aber gegen Ende auch mehr über Drusilla, die ich persönlich auch sehr spannend finde.

Sie sind in sich so eine tolle Familie, deren Zusammenhalt wirklich durch das Buch spürbar ist.

 „Aber wenn wir alles sagen, bedeutet das doch noch immer, dass es bestimmte Dinge gibt, die wir nicht tun würden. Das weißt du doch, oder?“

(S. 716)

Fazit:

Insgesamt hat mir „Lord of Shadows“ wirklich sehr, sehr gut gefallen. Obwohl es über 800 Seiten hat, flog die Geschichte nur so dahin und ich konnte es vor Spannung kaum aushalten. Der Schreibstil war flüssig und die Charaktere und die häufigen Wechsel interessant. Insgesamt gefallen mir „Die Chroniken der Dunklen Mächte“ bedeutend besser als „Die Chroniken der Unterwelt“ und empfehle sie jedem Shadowhunters-Fan – allerdings würde ich nicht sagen, dass man mit dieser Reihe einsteigen sollte. Dafür sind zu viel geheime Insider drin, die man ansonsten verpasst, was sehr schade wäre.

Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den Goldmann Taschenbuch Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim Goldmann Taschenbuch Verlag]


Bibliographische Angaben:

Autor: Cassandra Clare

Seitenanzahl: 832 Seiten

Verlag: Goldmann Taschenbuch Verlag

Genre: Urban Fantasy

Rezension: „Das Leuchten des Mondes“

Lieblingszitat:

„Und doch hatte Maxon Mann, Maschinen-Flüsterer, Androidenmeister, der zu dem Schluss gekommen war, dass die Liebe dem Überleben der Spezies zuwiderlief, sich selbst verliebt.“

(S. 79)

Ich bin allgemein kein Liebling von klassischen Liebesroman, die nur mit Stereotypen und Klischées spielen.

Deswegen bin ich ständig auf der Suche nach außergewöhnlichen Liebesgeschichten und besonderen Ideen, die das Herz erweichen.

In diesem Sinne kann ich euch mit bestem Herzen auch gerne noch einige andere Romane empfehlen, aber „Das Leuchten des Mondes“ von Lydia Netzer gehört definitiv auch dazu.

Klappentext:

Als Maxon Sunny zum ersten Mal traf, war er sieben Jahre, vier Monate und achtzehn Tage oder – in seinen Worten – 2693 Erdumdrehungen alt.

Maxon war anders. Zusammen waren sie anders.

Und auch heute noch, zwanzig Jahre später, führen die beiden keine gewöhnliche Ehe. Maxon ist Astronaut geworden. Während er zwischen Himmel und Erde schwebt, versucht Sunny in der idyllischen Kleinstadt in Virginia die Fäden der kleinen Familie zusammenzuhalten. Alles geht gut, bis zu dem Tag, als sie einen Autounfall hat. Obwohl harmlos, löst er eine Lawine in Sunnys Leben aus. Da ist ihr kleiner autistischer Sohn, um den sie sich sorgt. Da ist ihre schwerkranke Mutter, um die sie sich kümmert. Da sind ihre eigenen Wünsche, die sie bislang immer unterdrückt hat.

Und wie immer ist Maxon nicht zur Stelle, um sie zu unterstützen.

Schlimmer noch: Auf dem Weg ins All, passiert etwas Unvorhergesehenes …

„Er hatte einen Ring in der Tasche, der genau so aussah wie ein Verlobungsring auszusehen hatte. Aber Maxon hatte kein Drehbuch. Er war auf sich selbst gestellt.“

(S. 263)

Mich interessieren Astronauten schon immer, vielleicht, weil sie im Gegensatz zu mir mutig genug sind sich in einer winzigen Kapsel von der Erde schießen zu lassen.

Maxons und Sunnys Geschichte sind abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt, die immer wieder Einschübe aus Vergangenheit der beiden zeigt.

Tatsächlich beschreibt der Klappentext Maxon und Sunny schon sehr gut – sie sind anders, wirklich beide auf ihre Art anders. Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, ob Sunny und Maxon sich wirklich lieben, dieser Zweifel wurde allerdings relativ schnell ausgeräumt.

Maxon ist still, er sagt nichts, sondern beschäftigt sich lieber mit Robotern und KI. Manchmal kam es mir so vor, als versuchte er durch Roboter herauszufinden, was für Gefühle er hat. Seine Denkweise ist durch und durch rational, überlegt und besonnen, aber gerade seine Liebe zu Sunny ist ein Wunder für ihn. Er kann sich nicht erklären, wieso er sie vor allen anderen bevorzugt, wieso sie so wichtig für ihn ist – es macht für ihnen keinen Sinn und trotzdem kann er es nicht ändern. Maxon passt nicht dazu, nicht mal im Weltraum, aber es macht ihm nichts aus.

Mein allerliebstes Zitat von ihm ist folgendes:

 „Wenn ich nicht deinen [Job] und den jedes anderen hier oben machen könnte, wäre ich gar nicht mitgekommen.“

(S. 330)

Es ist unglaublich süß und lustig, wie er Berechnungen über Liebe in seinem Notizbuch festhält. Gleichzeitig wird dem Leser aber auch veranschaulicht, dass Maxon nicht besonders sozialfähig ist. Er braucht „Drehbücher“, um bestimmte Unterhaltungen zu führen und hat sich Redewendungen aufgeschrieben, um zu wissen wie er auf Menschen reagiere muss.

Sunny ist sozusagen das komplette Gegenteil von Maxon. Während er sich nicht um sein soziales Umfeld kümmert, erlebt der Leser die Sunny der Gegenwart als die perfekte Ehefrau.

Sie lebt in einer netten Nachbarschaft und fügt sich perfekt ein. Es wird schnell klar, dass sie eindeutig verscucht, etwas durch ihre Normalität zu kompensieren und deswegen so krampfhaft versucht wie alle anderen zu sein.

Dabei vernachlässigt Sunny allerdings ihren Mann und ihren Sohn, die nun mal einfach nicht „normal“ sind und sich auch nicht mit Sunnys Lebensart vereinbaren können. Zusätzlich ist Sunny gerade noch in den letzten Zügen ihrer zweiten Schwangerschaft und durch die Abwesenheit ihres Mannes im Stress. Dabei wird deutlich, dass sie Maxon eigentlich als feste Konstante in ihrem Leben braucht und ohne ihn ihren Pol verliert. Gleichzeitig ist sie aber auch nur durch eine Kette aus interessanten Ereignissen fähig, aus ihrem Trott auszubrechen.

Bubber, Sunnys und Maxons Sohn ist ebenfalls wichtig in dieser Geschichte. Während Sunny ihn versucht mit Medikamenten auf ein „normales“ Level zu brignen, möchte Maxon lieber, dass Bubber sich entwickeln kann und seine Stärken und Schwächen entdecken kann.

Ich fand Bubber großartig. Er ist erst vier Jahre alt, aber bereits so schlau und mir gefällt wie sein Autismus umgesetzt ist. Obwohl er fast nie etwas sagt, ist er sehr wichtig für Sunny und für ihre Veränderung, aber auch für Maxon.

Mir hat der gesamte Aufbau des Romans wirklich sehr gut gefallen. Man erlebt alle verschiedenen Zeitformen, Perspektiven und Handlungsstränge, die zusammen das große Ganze und Wunderbare dieses Romans bilden. Er lebt von Maxon und Sunny, von Bubber und dem Leben in Virginia und von den Astronauten im Weltall.

„So ist es, Bubber zu sein, dachte Sunny. Niemand versteht ihn.“

(S. 112)

Fazit:

Insgesamt finde ich, dass „Das Leuchten des Mondes“ eine unglaublich schöne Liebesgeschichte ist, die noch über viel mehr hinausgeht.

Es war eine sehr kurzweilige Geschichte, die mir immer wieder gefallen würde, dass sie durch ihre sehr interessante Thematik überzeugt. Besonders toll fand ich die Charaktere, das Setting und den Schreibstil der Autorin, der mir sehr angenehm vorkam.

Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an btb Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


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Bibliographische Angaben:

Autor: Lydia Netzer

Seitenanzahl: 377 Seiten

Verlag: btb Verlag

Genre: Liebesroman

Rezension: „CAPTUM. Born. Twice.“

Lieblingszitat:

„Für sie war der Krieg eine Spielwiese. Ein schauriger Ort, der nichts mit ihrem strahlenden Zuhause zu tun hatte. Irreal.

Für ihn war er ein Stück Herkunft, das es zu retten galt.“

(S. 235)

Kennt ihr diesen Moment, wenn ein Autor dich völlig überrascht? Ja? Nein?

Also bei mir ist das so:

Meistens kenne ich den Autor oder die Autorin schon, habe bereits eines oder mehrere der veröffentlichten Bücher gelesen. Oft denkt man ja auch, dass Autoren einen gewissen Stil haben, einen Wiedererkennungswert – ob es nun das Genre, eine Grundthematik oder vielleicht einfach die Art wie eine Welt auf eine gewisse Weise aufgebaut ist, ist, irgendwas bleibt oft ähnlich. Man schlägt ein Buch auf und denkt: „Das kommt mir bekannt vor!“

Sowas ist ziemlich toll, weil es eine Art Verbundenheit zwischen den einzelnen Werken schafft und sie miteinander verwebt.

Es gibt aber auch Autoren, die ich gerne „Chamäleons“ nenne, weil sie unheimlich wandelbar sind. (Das unheimlich meine ich auf beide Arten.) Ich könnte zwei Bücher aus dem Regal holen, die völlig unterschiedlich sind – so unterschiedlich, dass es mir fast den Atem vor Erstaunen raubt – und trotzdem gehören sie zu dem gleichen Erschaffer.

So ging es mir mit „CAPTUM. Born. Twice.“ von Isabel Kritzer aus dem Drachenmond-Verlag. Ich habe bereits „Sisu“ von ihr gelesen und der Kontrast zwischen diesen beiden Romanen war so extrem, ich war wirklich beeindruckt. Im Nachhinein wirkt „Sisu“ wie die Zauberwelt-Version von „CAPTUM“, ohne jede Vergleichsmöglichkeit. Während eines die Grenzen der Realität außer Kraft setzt, fährt „CAPTUM“ die Barrieren hoch und macht nur allzu deutlich bewusst wie ungerecht die Welt manchmal sein kann.

Klappentext:

„Einer unter Millionen.“

Als die kleine Mia den abgemagerten David auf einer mexikanischen Müllhalde vor dem Hungertod rettet, ist es für beide ein Tag wie jeder andere und doch einer der letzten dieser gemeinsamen Art. Geboren in der Hölle, gefangen inmitten von Grausamkeit und Tod, strebt David danach, seinem Schicksal zu entfliehen…

So beginnt die Geschichte eines genialen Jungen, der vom Militär zum Killer ausgebildet wird und immer tiefer im Sumpf des Drogenkrieges zwischen den USA und Mexiko versinkt. Einzig das Bild zweier grüner Augen begleitet seinen Weg. Doch als Erinnerung auf dem feindlichen Gebiet kollidieren, muss er sich entscheiden:

Wird er töten, um zu überleben?

„Doch die Zweifel, die an ihm nagten, fraßen wie ätzende Säure mehr und mehr von dem Mantel der Gerechtigkeit, in den er sich gehüllt hatte, und schufen Raum für nachdenkliche Momente.“

(S. 345)

Ich finde es auch jetzt noch, fast einen Monat nachdem ich CAPTUM gelesen habe, unheimlich schwierig, diesen Roman in Worte zu fassen. Vielleicht es auch ein wenig übertrieben, aber dieses Buch kommt mir wie eines vor, welches sie in hundert Jahren in der Schule lesen werden, um eine Vorstellung von dem Drogenkrieg auf dem amerikanischen Kontinent zu bekommen.

Dieses Buch hat mich auf viele Arten so unglaublich fasziniert und ich muss gestehen, man kann es nicht besser zusammenfassen als die Autorin selbst: „Captum ist mal laut und mal leise. Mal beklemmend und mal fröhlich – bewusst.“ (S. 465)

Es gab Stellen, in denen ich vor Spannung wirklich fast gestorben bin. Momente, da hatten mich die Zeilen so in ihren Bann gezogen, dass ich der festen Überzeugung war, dass ich Davids Entscheidungen treffen musste.

Andererseits gab es auch ein ganz normales Leben – eine Art Entspannung sowohl für David, als auch für mich. Auch das waren Momente, die ich genossen habe und genauestens gelesen habe, um eine andere Art von Einblick in das Leben von David zu bekommen.

CAPTUM hat mich ständig überrascht: Ich hatte gar keine Ahnung, inwiefern sich Davids Geschichte von Mexiko in die USA entwickeln konnte und würde auch wirklich ins kalte Wasser geworfen. Zum Inhalt kann ich deswegen gar nicht viel sagen, ohne etwas Entscheidendes zu verraten, aber sie ist herzreißend und so schrecklich wahr.

Davids Lebenslauf ist unglaublich und unfassbar, ich kann es gar nicht wirklich in Worten ausdrücken, wie sehr mich die Beschreibung auf den Müllbergen in Mexiko berührt hatte.

David ist ein Kämpfer, schon sein Leben lang, auch wenn er es vielleicht nicht weiß.

David ist auch ein Beschützer, was er weiß.

Mich hat David sehr beeindruckt, dass muss ich wirklich ehrlich sagen. Wie sehr ihn seine Liebe und Faszination zu Mia angetrieben haben, alles zu schaffen. Es hatte schon als Kind eine sehr einnehmende Art, die mich sehr berührt hat. Gleichzeitig war es so schockierend, von seinem Leben zu lesen, das für ihn so normal war und für mich so völlig abwegig.

Dieser Aspekt des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil die Grausamkeit und die ungeschönte Realität eigentlich nicht so verschwiegen sein sollte.

Nicht weniger faszinierend fand ich die Darstellung von Davids Leben in den USA und sein Werdegang beim Militär.

Die USA und Mexiko kämpfen während des Drogenkrieges ständig gegeneinander und es wird durch Davids Leben klar, dass keine von beiden Seiten gewinnen kann. Trotzdem muss er als Teamleiter fortwährend Entscheidungen treffen, die über sein Leben und das seiner Freunde bestimmen – dabei sind auch Entscheidungen, die er vielleicht gar nicht treffen möchte und trotzdem muss er es tun.

Die daraus entstehende innere Zerrissenheit in David, der Kampf zwischen dem was Gut und was Böse ist und die Erkenntnis, dass es weder das eine noch das andere gibt, war auch für mich interessant.

Zuletzt möchte ich noch sagen, wie wunderschön das Cover von CAPTUM ist und wie gut es zu dem Inhalt des Buches passt. Ich möchte gar nicht groß ausführen, was ich darin sehe, weil das jedem selbst überlassen sein sollte, aber für mich passt es perfekt zu David und Mia.

„Eigentlich besteht fast alles, was ich tue aus einer Mischung dessen, was andere erwarten, und dem, was ich in der Situation selbst als angebracht absehe. Manchmal weiß ich nicht mehr, was aus diesem Abgleich, den ich die ganze Zeit betreibe, wer ich wirklich bin.“

(S. 428)

Fazit:

CAPTUM ist ehrlich und es das macht es zu einem der besten Thriller, die ich je gelesen habe.

Es gibt kein Friede, Freude Eierkuchen und man kann auch nicht erwarten, dass dieses Leben durch eine rosarote Brille gesehen wird. Stattdessen präsentiert uns Isabel Kritzer in ihrem Roman mit einer einerseits schockierenden und gleichzeitig bestechenden Ehrlichkeit ihre Sicht auf Phänomene wie Krieg, Hungersnot, Armut und das Leben allgemein.

Natürlich war es nicht immer spannend, aber das Leben ist auch nicht immer spannend und dennoch war ich komplett gefesselt von diesem Roman, sodass ich ihn kaum aus der Hand legen wollte.

Ebenfalls zu erwähnen ist, wie viel Recherche offensichtlich hinter diesem Buch steckt. Das merkt man schon alleine in der Handlung und den Erzählungen selbst, dennoch hat es mich beeindruckt zu erfahren, dass die Autorin selbst mehrere Tage nichts gegessen hat, um Davids Hunger nachempfinden zu können. Ich kann mit vollen Ernst versichern, dass ich die Leere in Davids Magen durch die Zeilen hindurch spüren konnte.

Dementsprechend kann ich CAPTUM wirklich nur jedem empfehlen. Es gibt keinen Grund, CAPTUM nicht lesen zu wollen und ich bin auch jetzt noch, einen Monat später, völlig unfähig wirklich in Worte zu fassen, was ich gerne sagen würde. (So kommt es mir jedenfalls vor.)

CAPTUM ist ein fesselnder, aufwühlender und berührender Roman über das Leben, den man einfach gelesen haben sollte.


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Bibliographische Angaben:

Autor: Isabel Kritzer

Seitenzahl: 470 Seiten

Verlag: Drachenmond-Verlag

Genre: Thriller

Rezension: „Das Ritual von London“

Lieblingszitat:

„Und schließlich war da die Kundschaft. Eine winzige Fraktion, die wusste, was sie tat, ein geringfügig größerer Teil, der ein wenig wusste, was er tat, und eine ganze Menge von denen, deren Wissen über die Magie auf einen Post-It gepasst hätte.“

(S. 39)

Ich muss zuallererst sagen, dass ich bereits vom ersten Band der Alex-Verus –Reihe begeistert war und mich unglaublich auf den Zweiten gefreut habe.

Mir gefiel die etwas andere Art von Magiergesellschaft in London sehr und Alex‘ besondere Fähigkeiten, gepaart mit den antiken Anspielungen. Der gesamte Mix aus Moderne und Mittelalter, beziehungsweise Antike, war für mich dort schon stimmig und deswegen habe ich mich auf mehr aus der Zaubererwelt gefreut.

Was ich abschließend denke, erfahrt ihr in diesem Beitrag:

Klappentext:

London ist immer eine Reise wert. Und wenn Sie schon mal da sind, empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Emporium Arcana, dem Zauberladen des Magiers Alex Verus. Bis vor kurzem gab es hier zum Beispiel einen magischen Wunscherfüller. Doch er wurde gestohlen. Die junge Luna versuchte, mit ihm einen Fluch zu brechen, um endlich mit dem Mann zusammensein zu können, den sie liebte. Doch magische Wunscherfüller machen nie nur das, was man ihnen aufträgt, und sie fordern immer einen schrecklichen Preis. Während Alex Verus alles versucht, um Luna zu schützen, und nebenbei skrupellose Magier bekämpft, wird ihm eines klar: Die Freundschaft mit einer Spinne ist unbezahlbar!

„Eine Menge Menschen glauben, dass Divinationsmagie einem alles verrät, was man wissen möchte, aber das tut sie nicht.“

(S. 184)

Was mir zuerst auffiel, war die Leichtigkeit, mit der ich wieder in die Geschichte reinkam. Immerhin war es schon fast ein Jahr her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Dennoch waren Alex und Luna, seine Assistentin, mir noch genau so präsent wie damals. (Was vielleicht auch daran lag, dass ich mich gerade in London, dem Ort des Geschehens befand.)

Alex war wie eh und je: Einerseits so sympathisch und charmant, was eindeutig durch seine unschlagbare Ehrlichkeit kommt, andererseits auch eindeutig geprägt von seinen Fähigkeiten des Hellsehens. Mir gefällt sehr gut, dass auch diese Art der Divination nicht unfehlbar ist, da sie auf dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit beruht.

In diesem Band erfährt man sehr viel mehr über die Magiergesellschaft in London, ihre Regeln und ihre Grausamkeit – Alex muss sich natürlich wieder gegen die korrupten und machtgierigen Typen durchsetzen. Auch dieser Charakterzug gefällt mir an Alex sehr, da er immer das Bedürfnis hat, Leuten zu helfen. Sein Herz ist auf eine Art wirklich riesig und gleichzeitig denkt er von sich selbst immer als Egoist, dabei ist er viel empathischer als er meint. Außerdem ist er kein Heiliger: Er kennt die dunklen Seiten der Magier viel besser als ihm lieb ist und scheut auch nicht davor zurück, sich dieser Seite zu bedienen, wenn es um ein größeres Wohl geht.

Am Deutlichsten wird Alex und seine Leidenschaft durch seine beste Freundin Arachne, die ich bereits im ersten Band geliebt habe (alleine für die Idee muss ich Benedict Jacka ein Lob aussprechen), definiert. Sie ist Alex unheimlich wichtig, nicht nur als gute Freundin, sondern auch als Vertraute. Irgendwie weiß sie immer alles über Alex, obwohl er gar nichts sagt, was für den Leser natürlich sehr amüsant ist. Zusammen mit seinem Lehrling Luna sind sie so ziemlich Alex einzige Freunde, die ihn nicht irgendwie gerne tot sehen würden oder betrügen würden. Alle zusammen bilden ein lustiges Dreieck, dessen aufbauende Beziehung mich im ersten Band mit Spannung erfüllt hat.

Dahingehend wurde ich sehr enttäuscht. Nicht nur, dass mich Luna als Charakter mit ihrem Verhalten enttäuscht hat, aber meine Erwartungen, die ich tapfer das ganze Buch über gehegt habe, wurden regelrecht zerstört. Alex tut sehr viel dafür, dass Luna ihren Fluch besser kontrollieren kann und natürlich kann ich sie auf gewisse Art auch verstehen. Ich wäre auch müde, immer gegen die tödlichen Auswirkungen des Fluches kämpfen zu müssen, ohne wirklich Aussicht auf Besserung und getrennt von allen die ich liebe. Trotzdem kam mir Lunas Verhalten so unsagbar kindisch und erfahren vor, dass ich stellenweise an ihrer Eignung gezweifelt habe – sie hatte überhaupt keine Einsicht und wie immer wollte sie Alex auf nicht zuhören, als er sie gewarnt hat.

Gleichzeitig ist da auch noch die Lehrling-Lehrer-Beziehung zwischen Luna und Alex, die meiner Meinung nach sehr unter den zwischenmenschlichen Problemen der beiden gelitten hat, wodurch Luna eigentlich kaum etwas in diesem Band von Alex gelehrt hat. Zumindest nicht geplant.

Was die Spannung betrifft, so hat es ordentlich angezogen und das neue Drama, was sich in Alex Leben anbahnt ist kaum auszuhalten. Der Arme tut mir allerdings echt leid, jeder will ihm an den Kragen. Ich musste lange lesen, bis ich auf eine Lösung zu dem Problem kam und bis ich alle Twists und Geheimnisse entdeckt hatte, denn die hat Jacka wirklich gut versteckt und ordentlich in die Trickkiste gegriffen. Ich meine, er konnte sogar seinen hellsehenden Magier in die Irre leiten.

„Sie benimmt sich nicht wie dein Lehrling. Und du benimmst dich nicht wie ihr Meister.“

(S. 99-100)

Fazit:

Abschließend hat mir dieser Band fast genauso gut gefallen wie der erste Teil dieser wunderbaren Reihe. Ich finde diese Reihe lebt von ihrem Protagonisten Alex Verus, und da er wirklich schillert, ist auch das Buch einfach wunderbar. Was mich ein wenig enttäuschte, war der Twist zwischen Luna und Alex, besonders das Ende hat mich schockiert, da es nicht ganz mit meiner Vorstellung der Riehe vereinbar war. Nichtsdestotrotz kann ich „Das Ritual von London“ wirklich jedem empfehlen, der eine humorvolle und spannende Magiergeschichte in London verlockend findet, denn er wird eindeutig nicht enttäuscht werden.

Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den Blanvalet Taschenbuch Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim Blanvalet Tschenbuch Verlag]


Bibliographische Angaben:

Autor: Benedict Jacka

Seitenanzahl: 384 Seiten

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Genre: Urban Fantasy

Rezension: „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“

Lieblingszitat:

„Ich lebe nur, weil du mich erträumt hast.“ (S. 331)

Es gibt Dinge im Leben, die sehen wir als selbstverständlich an: Wir brauchen Wasser, um nicht zu verdursten. Wir müssen essen und atmen, um nicht zu verhungern oder zu ersticken. Und wir müssen schlafen, um uns auszuruhen, um produktiv und erholt zu sein.

Klappentext:

Eine abenteuerliche Liebesgeschichte und eine Reise durch das träumende Gehirn.

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem albtraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal: Der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom kündigt an, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereithält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen…

 „Sieh es doch einfach philosophisch: Ich ängstige dich – also bin ich!“ (S. 82)

Walter Moers‘ Roman „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ setzt genau diese Tatsache außer Kraft, denn Dylia kann nicht schlafen. Eine seltsame Krankheit hat sie befallen, die Schlaf oft für lange Zeiträume unmöglich macht. Zum Startzeitpunkt des Buches ist sie bereits seit achtzehn Nächten schlaflos und entwickelt dabei besondere Fähigkeiten: Sie kann das Gras wachsen hören, die Emotionen von Pfirsichen ertasten, Zwielichtzwerge sehen und Farben riechen!

„Meine Gedanken sind meine Freunde“, dachte die Prinzessin. (S. 14)

Obwohl sich diese Fähigkeiten alle ein wenig kurios anhören, ist es Dylias Art mit ihrer Krankheit umzugehen. Sie nutzt ihren Verstand als letzte Rettung vor den physischen Auswirkungen ihrer Schlaflosigkeit, weswegen sie auch sehr gebildet ist. In ihren Gedanken erdenkt sie sich Regenbogenerfindungen, studiert Zwielichtzwerge und lernt verschiedene Sprachen und Dialekte.

Eine ihrer lustigsten Angewohnheiten sind die Pfauenwörter. Diese Sammlung von dreizehn komplexen (und unnötigen) Fachbegriffen stellen Dylias persönliche Herausforderung des Tages dar, währenddessen sie versucht, jedes in ihre Konversationen unterzubringen. Im Laufe der Geschichte gelingt es Dylia tatsächlich viele der Worte unterzubringen, was auf mich zuerst komplett unmöglich gewirkt hat – schon alleine, weil ich nur wenige davon aussprechen konnte. Ein Beispiel hierfür wäre „Hoyotojokomeshi“ – einen Baumstamm durch einen Strohhalm trinken.

Alles in allem ist Dylia absolut mental fähig. Sie hat sehr bestimmte Vorstellungen darüber, wie es in ihrem Gehirn so zu- und hergeht, was sie meiner Meinung nach sehr sympathisch macht. Ihre praktische veranlagte und logische Art zu Denken wirkt sehr freundlich und bedacht, wobei sie nie ihren Palast verlässt und deswegen auch sehr eingeschränkt ist. Zum einen ist sie königlich stolz und zum anderen liegt da ihre verletzliche Seite, die sie aber nicht zulassen möchte, um ihrer Krankheit keine Macht über sich selbst zu geben.

Verständlicherweise ist sie nicht überzeugt von dem Nachtmahr, als er urplötzlich bei ihr auftaucht. Stattdessen glaubt sie, er sei eine ihrer schlaflosen Erscheinungen, was Opal durchweg sehr nervt – ihre Dialoge aber auch sehr spannend und unterhaltsam macht. Natürlich ist Dylia nicht begeistert, dass er sie in den Wahnsinn treiben möchte, da sie sehr an ihrer geistigen Gesundheit hängt. Leider kann man einen Nachtmahr aber nur sehr schwer wieder loswerden, nämlich eigentlich gar nicht.

Er sieht seine persönliche Berufung darin, Dylia in den Wahnsinn (und damit in den Tod) zu treiben – wobei er das keineswegs persönlich meint, sondern einfach nur als seinen Job sieht. Dafür bringt er Dylia in ihr eigenes Gehirn, um mit ihr nach Amygdala (auch ein Pfauenwort), dem Angstzentrum des Cortex zu kommen. Dort soll sie dann von ganz alleine verrückt werden.

Was mir zuerst sehr abstrakt vorkam, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer wunderbaren, faszinierenden und träumerischen Reise durch Dylias Gehirn. Dort lernt sie ihre persönliche Erinnerungsspinne, ihr Oberüberwort, die Bedeutung der Zwielichtzwerge und ihren Friedhof des Humors kennen. Dabei begegnet sie den Zergessern und ihren Egozetten, die im Thalamus arbeiten. Immer an ihrer Seite ist dabei Opal, den sie zuerst kaum ausstehen kann, da seine Absicht der Reise natürlich auch alles andere als ehrenhaft ist. Mit der Zeit merkt man als Leser aber, dass Prinzessin Dylia ihn immer sympathischer und netter findet und auch Opal wird immer offener, obwohl er Dylia immer noch viel verschweigt und sie belügt.

Mir gefiel Dylias Art zu Denken und Dinge anzugehen und wie sie schlussendlich eine Lösung für ihr Problem mit Opal findet soll natürlich ein Geheimnis bleiben. Ich war am Ende sehr traurig und gleichzeitig sehr berührt vom Ende und hätte gerne noch mehr über Dylia gelesen. Ihre Begeisterung für die kleinsten Dinge und ihr Ideenreichtum waren sehr ansteckend, sodass ich sie mir gut als eine Freundin hätte vorstellen können.

„Dies ist die Welt des Geistes! Das bedeutet aber nicht, dass es deshalb keine brutale und ungerechte Welt ist.“ (S. 117)

Fazit:

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ wirklich sehr gefallen hat, ich wollte Dylia und Opal am Ende gar nicht mehr verlassen müssen.

„Wenn die Minuten durch die Jahre rufen

Erhebt sich der ewige Träumer

Über seine irdische Last

Und reist mitten hinein

Ins dunkle Herz der Nacht“ (Anonymer Autor)

Dylia ist der kreativste, mutigste und geduldigste Buchcharakter den ich kenne – sie hat wirklich Stehvermögen, um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken. Sie hat Pfauenworte, Lieblingsworte, Erinnerungsspinnen und sogar einen eigenen Krankheitsplaneten, auf dem sie gegen ihre Schlaflosigkeit kämpft. Sie gibt nie auf und sucht sich tapfer einen Weg durch ihr eigenes Gehirn, ohne den Verstand zu verlieren.

Auch Opal ist einfach nur toll gewesen: Zu anfangs ist er wahnsinnig unhöflich zu Dylia und ein gemeiner Schwindler, aber sogar ein albtraumfarbener Nachtmahr hat scheinbar ein Herz und kann jemanden darin einschließen.

Ergänzend zu dieser tollen Geschichten muss auch Walter Moers hervorragende Übersetzungsfähigkeit von dieser zamonischen Geschichte erwähnt werden. Sie hat mich wie immer in ihren Bann gezogen, sodass ich gar nicht mehr aufhören wollte, über Dylias Reise zu lesen. Ergänzend dazu waren die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode (die ganz ähnlich wie Dylia heißt und auch an Schlaflosigkeit leidet), deren farbiges Wesen perfekt zu Dylias eigenen Gedanken passt.

Alles in allem kann ich diesen Roman jedem empfehlen, der einer abenteuerlichen Reise ins eigene Gehirn und viele philosophische Gedanken mag.

Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den Penguin Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim Penguin Verlag]

Bibliographische Angaben:

Autor: Walter Moers

Seitenanzahl: 352 Seiten

Verlag: Penguin Verlag

Genre: Phantastik

Rezension: „Der Bücherdrache“

Lieblingszitat:

„In bösen, dunklen, kalten Tümpeln

Wo alte Bücher Orm gebären

Die tief in toten Sümpfen dümpeln

Wo Bücherwürmer sich vermehren

Wo alle Fragen Antwort finden

Doch niemand seine Frage kennt

Dort soll sich jener Dämon winden

Den man den Bücherdrachen nennt“

Ojahnn Golgo von Fotheweg („Der Ormsumpf“)

Selten habe ich so wundersame, verblüffende, skurrile und gleichzeitig liebenswürdige Geschöpfe wie die Buchlinge entdecken können. Über das letzte Jahr habe ich mich immer wieder vor Walter Moers‘ Büchern gedrückt, weil sie mich gleichzeitig fasziniert und abgeschreckt haben.

Zamonien. Das klang immer wie der fremde Nachhall einer Melodie in meinen Ohren, wie ein Sirenengesang, der mir alles versprach, was ich immer gesucht habe – die Buchlinge.

Sie sehen so wunderbar ulkig aus, haben ein herzerwärmendes Wesen und leben dabei völlig in ihrer eigenen Welt.

Ich kann es nicht anders ausdrücken, als dass ich mich in diese Buchwelt und ihre Bewohner verliebt habe…

Klappentext:

Die Buchlinge sind wieder da!

In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich eine alte Geschichte vom sprachmächtigen Drachen Nathaviel. Angeblich besteht er aus lauter Büchern, die von der mysteriösen Kraft des Orms durchströmt sind. Die Legende besagt, der Bücherdrache habe auf jede Frage die richtige Antwort.
Der Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem zamonischen Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz, macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo Nathaviel hausen soll. Dabei wagt er sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren wie den heimtückischen Bücherjägern nur so wimmelt. Und er ahnt nicht, dass die größte Gefahr, die ihm droht, vom Bücherdrachen selber ausgeht.


„Der Bücherdrache“ erzählt die unglaublich süße Geschichte eines Drachen, der angeblich tief im Ormsumpf lebt und eigentlich nur eine Legende ist, wenn man Hildegunsts Meinung glauben kann. Aus diesen Sagen geht hervor, dass der Drache wirklich aus Büchern besteht und diese Bücher irgendwie ihr unsterbliches Wissen an ihn weitergegeben haben, sodass er allwissend sein soll. Trotzdem glaubt Hildegunst selbst nicht an dessen Existenz, bis er von seinem Buchling Hildegunst Zwei (diese Namen haben mich extrem verwirrt) eine wahre Begebenheit erzählt bekommt. Die Umstände dadurch sind höchst verwirrend, da Hildegunst Zwei dem Schreiber in einem Traum begegnet.

Ich muss sagen, wäre der Anfang der Geschichte nicht in comichaften Bildern dargestellt gewesen, hätte ich vermutlich nicht annähernd so gut verstanden, weil Zamonien auch so neu für mich war und ich vorher noch kein anderes Buch von Hildegunst gelesen hatte.

Tatsächlich kann man den Bücherdrachen ohne jedes Vorwissen über die zamonische Welt lesen, da es sich hier um eine bekannte Sage unter den Buchlingen handelt. Zwar gibt es einige Verweise auf andere Abenteuer von Hildegunst selbst, aber diese Wissenslücke hat mich wenig bis gar nicht gestört (zumal ich sie ja auch selbst verschuldet habe), sondern eher gespannt auf weitere Abenteuer gemacht hat.

Außerdem ein tolles Gimmick war natürlich auch das Impressum vorne, denn geschrieben wurde das Buch natürlich von Hildegunst von Mythenmetz selbst, Walter Moers hat es nur aus dem Zamonischen von dem Schreiberling übersetzt 😉

Insgesamt war die Sage des Bücherdrachen einfach total putzig erzählt. Einerseits ist es nämlich keine schwierige Story, keine bahnbrechende Handlung und für die Figur Hildegunst Zwei komplett statisch. Trotzdem hatte das Ganze einfach etwas an sich, dass unglaublich schwer zu beschreiben ist: Irgendwie hat es einfach beim Lesen mein Herz erreicht und mir dieses kribbelnde Gefühl eines wahnsinnig faszinierenden Buches geschenkt. Gerade die einfachen Geschichten verstecken hinter ihrem Gesicht ein vorher nicht entdeckte Komplexität, deren Moral mir super gefällt.

Die Erzählungen des Bücherdrachen, gespickt mit Übertreibungen und Hochmut, Hildegunst Zweis Zweifel, Angst und Mut, den Ormsumpf zu suchen und Hildegunst selbst, der ihm zu anfangs gar nicht glauben will, dass es den Bücherdrachen Nathaviel wirklich geben soll. Die Dreieckskonstellation aus dem unsicheren Hildegunst Zwei, dem angeberischen Nathaviel und dem zweifelnden Hildegunst von Mythenmetz hat gemeinsam ein sehr passendes Spannungsfeld abgegeben (obwohl sich zwei der drei Parteien nie getroffen haben), sodass die Seiten nur so dahinflogen und ich von dem (relativ) schnellen Ende überrascht war. Meiner Meinung nach hätten es auch gut noch 50 oder 100 Seiten mehr über die Abenteuer des Bücherdrachens sein können, aber trotzdem war die Geschichte schön abgeschlossen.

Ein weiterer Punkt, der mir sehr gefallen hat, ist die Gestaltung des Buches von innen und außen.

Zuerst ist die Haptik des Umschlages einfach nur Wahnsinn, wow, so ein Gefühl auf den Fingern zu haben war wirklich toll! Ich konnte mir richtig vorstellen, wie sich die Schuppen des Bücherdrachen unter mir bewegen, die einzelnen Bücher – das war ein toller Extrapunkt.

Außerdem ist das ganze Buch innen wirklich liebevoll von Walter Moers selbst illustriert und regt den eigenen Kopf nochmals dazu an, hinunter in den Ormsumpf zu reisen und auf den berühmt-berüchtigten Bücherdrachen zu treffen. Am Besten gefiel mir die seitenlange Darstellung von Nathaviel selbst, dessen langer Leib bestimmt sechs Seiten in Anspruch genommen hat!

Fazit:

Zuletzt kann ich nur sagen, dass ich den Bücherdrachen wirklich beim Lesen gesehen und geliebt habe. Obwohl die zamonische Welt komplett neu für mich war, habe ich mich sofort wie Zuhause gefühlt und sehne mich nun nach mehr Hildegunst von Mythenmetz und nach mehr spannenden Geschichten aus Zamonien – die Welt der Bücher, Buchlinge und sonderbarsten Kreaturen (abgesehen von Menschen vielleicht) auf der ganzen Welt.

Dementsprechend empfehle ich natürlich jedem gerne „Der Bücherdrache“ und vielleicht werdet ja auch ihr zu Fans von Walters Moers und seinen genialen Ideen.

(Bekannt ist Walter Moers übrigens für seinen Roman „Die 13  des Käpt’n Blaubär“.)

Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den Penguin Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim Penguin Verlag]

Bibliographische Angaben:

Autor: Walter Moers

Seitenanzahl: 192 Seiten

Verlag: Penguin Verlag

Genre: Phantastik

Rezension: Alice im Wunderland

Lieblingszitat:

„Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?“
„Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin du möchtest“, sagte die Katze.

Es stimmt: Ich liebe Fantasybücher, Zauber, Magie und Science-Fiction über alles.

Aber seit ein paar Jahren sind es immer wieder Klassiker,die mein Herz wirklich erobern und die ich langsam in meinen Bücherschatz sammle. „Alice im Wunderland“ habe bereits vor einigen Jahren weniger erfolgreich gelesen und wollte diesem Roman nochmal eine Chance geben, vor allem, weil ich den Film sehr gerne mochte.

Die Gelegenheit, es dieses Mal als Hörbuch genießen zukönnen, gefiel mir wirklich sehr gut. Ich bin zwar etwas wählerisch mit Vorleserstimmen, doch Josefine Preuß‘ Stimme liebe ich von der „Edelstein Trilogie“ über alles.

Klappentext:

Ein Kaninchen mit einer Weste, Handschuhen und einer Uhr in der Tasche, das obendrein auf dem Weg zum Krocketspiel der Königin ist, das ist schon etwas Wundersames, findet Alice. Aber auch nicht verrückter als die Grinsekatze, die sich so weit in Luftauflösen kann, bis nur noch ihr Grinsen zu sehen ist, oder der Hummertanz von Ochsenschwanzkröte und Greif. An die Wunder, die ihr überall begegnen, hat sich Alice bald gewöhnt und die Tatsache, dass sie wachsen und schrumpfen kann wie eine Ziehharmonika, ist ja, wenn man es recht bedenkt, sogar ganz praktisch.

~

Auf irgendeine Weise ist „Alice in Wunderland“ absolut seltsam und unverständlich – irgendwie wirkt das Buch manchmal willkürlich. Trotzdem versprüht gerade dieser Nonsens einen gewissen Charme, den das Wunderland so faszinierend und anziehend macht.

Die junge Alice erlebt im Wunderland viele Abenteuer, dochder Hergang dieser Ereignisse ist bis zum Schluss unklar. Eigentlich verbringt Alice nur einen netten Nachmittag mit ihrer Schwester draußen auf einer Wiese, doch dann entdeckt sie ein sprechendes und bekleidetes Kaninchen, welches sie direkt durch den Kaninchenbau nach Wunderland führt. Dort begegnet sie allerlei wundersamen Kreaturen, begonnen bei Katzen, die grinsen und verschwinden können, verrückten Hutmachern, Merzhasen und aufgebrachten Königinnen. Sie findet Tränke, die schrumpfen, Kuchen, die strecken und eine Raupe, die gerne raucht.

Alice ist, wie Lewis Caroll selbst schreibst, wirklich ein wunderliches Kind. Sie nimmt die Welt auf eine sehr eigenartige und doch irgendwie charmante und interessante Art und Weise wahr. Ihr liegt das kindliche Handeln zugrunde und diese Naivität, die mich als Hörer teils ein wenig verwirrt hat, aber dennoch notwendig für ihre Erfahrungen war. Wen würde es denn nicht wundern, wenn ein Kaninchen sprechend vorbeiläuft? Alice nicht, stattdessen wundert es sie, dass genau dieses Kaninchen eine goldene Taschenuhr aus seinem Livree holt.  

Jede Figur im Wunderland hat irgendwie ihren Charme, obwohl sie nach meinen Maßstäben wirklich alle verrückt sind. Es scheint ein wenig, als würde die Welt im Wunderland komplett auf dem Kopf stehen, was ich als Gedanken gar nicht so abwegig finde.

Josefine Preuß‘ Stimme war wie erwartet sehr angenehm. Sie schafft es, jedem Charakter eine einzigartige Stimmnote und Klangfarbe zu verleihen, die auf besondere Art passen. Die Grinsekatze, die sowieso mein Lieblingscharakter ist, hat mir wirklich Gänsehaut beschert. Ich musste die ganze Zeit an einen Psychopathen denken, dessen gruselige, einschleimende Stimme mich verfolgte. Die rote Königin dagegen hat die ganze Zeit geschrien,was nicht nur ihren Charakter unterstrich, sondern auch eine sehr gute Darstellung von Preuß‘ Vorlesekünsten war.

Zudem konnte sie mit ihrer Stimme die Bilder vor meinem inneren Auge hervor malen. Ich konnte alles vor mir sehen: die verrückte Teegesellschaft, der Gerichtssaal der roten Königin und den Raum mit den vielen Türen am Ende des Kaninchenbaus. Dadurch fiel es mir bedeutend leichter der Handlung zu folgen, als wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Dies wird noch dadurch erweitert, dass die Sprache ein wenig unserer heutigen angepasst wurde. Der Lesefluss wird so enorm unterstützt und ich konnte einiges besser verstehen, als ich es vor einigen Jahren beim Lesen getan hatte.

Fazit:

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir dieses Hörbuch wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Nicht nur, dass Lewis Carolls Klassiker hier so wunderbar inszeniert und von der großartigen Stimme von Josefine Preuß interpretiert wurde. Sie verleiht diesem Roman nochmals eine ganz besondere Note, die ihn auf seine eigene Art spannend und interessant macht. Ich konnte die Stunden einfach genießen, die Augen schließen und mich ins Wunderland entführen lassen – ich konnte mich vor der Grinsekatze gruseln, über den Hutmacher lachen und vor den Launen der roten Königin Angsthaben.

Insgesamt finde ich keine Kritikpunkte an diesem Hörbuch und ich werde es mir Freuden jedem empfehlen.

Danke nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und anden cbj-Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst.


[Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim cbj-Verlag]

Bibliographische Angaben:

Hördauer: 3CDs, ca. 179 Minuten

Autor: Lewis Caroll

Sprecherin: Josefine Preuß

Verlag: cbj-Verlag

Rezension: Du wolltest es doch

Lieblingszitat:

„Sie hat kein Gesicht. Sie ist nur Körper, eine lebensgroße Spielpuppe. Sie ist ein Es. Ein Ding (ich, ich, ich, ich, ich).“

(S. 155)

Du wolltest es doch

Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so eine so kontroverse Thematik behandelt und Rückmeldungen hat.

Gekauft habe ich es, weil mich zuerst das Cover extrem ansprach und der Klappentext mich neugierig machte. Seit ich in der Schule „Der Vorleser“ gelesen habe, interessiere ich mich öfters für das Thema Schuld und wie man mit ihr umgehen kann.

Emmas Geschichte hat mich überrascht und die Erzählart auch. Das Buch ist aktuell und behandelt ein Thema der unsichtbaren „Tabu-Zone“, die viele vermeiden.

Klappentext:

Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt.

Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen.

Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen

Kleid?

„Es bläst sich auf, wird immer größer, bis es den ganzen Raum erfüllt und nichts anderes mehr übrig ist als dieses eine Wort. Da ist keine Luft mehr, nur noch dieses eine Wort, das ich einatme (Vergewaltigung), kein Ton, nur noch dieses eine Wort, das ich höre (Vergewaltigung), nur noch dieses eine Wort, das ich rieche (Vergewaltigung) und das ich schmecke (Vergewaltigung).“

(S. 177)

Emma ist kein einfacher Mensch. Der Klappentext beschreibt sie meiner Meinung nach oberflächlich ziemlich gut, sodass es nicht leicht ist, sie sympathisch zu finden. Gleichzeitig kann ich sie aber auch verstehen: Irgendwie glaube ich, dass jeder ein bisschen wie Emma ist.

Sie wurde so lange bereits als Kind auf ihr Äußeres reduziert, bis sie irgendwann der Meinung ist, es wäre das Einzige wertvolle an ihr. Genau dieses Problem, dass sie sich über ihre Schönheit definiert, führt zu ihrem Verhalten und schlussendlich auch zu ihrer Leichtsinnigkeit.

Das Buch ist kapitelweise in Tage unterteilt und behandelt ein letztes Jahr und schließlich dieses Jahr. Im letzten Jahr passiert Emmas Vergewaltigung und danach ist nichts mehr wie vorher.

Ich habe mir beim Lesen oft die Frage gestellt: Was wäre wenn? Was wäre, wenn ihr Bruder sie doch überredet hätte, ein anderes Kleid anzuziehen? Was wäre, wenn sie (Name von Typ) doch auf dem Trampolin geküsst hätte und nicht auf die Party gegangen wäre? Was wäre wenn…

Emmas Drang immer die Schönste, die Begehrteste unter ihren Freundinnen zu sein, wird ihr schließlich zum Verhängnis. Sie glauben ihr zuerst nicht und später weist sie sie dann selbst ab.

Die ganze Zeit hindurch tat mir Emma leid. Sie war fehlgeleitet von ihren eigenen Werten und Idealen, getrieben von einer Verzweiflung in ihr drinnen und versinkt in einem tiefen dunklen Loch.

Sie ist so darauf bedacht, dass alle eine gute Meinung von ihr haben. Emma verleugnet ihre eigene Vergewaltigung und ist getrieben von der Angst, man könnte sie dadurch irgendwie anschwärzen.

Ich war sehr in Emmas Erzählung gefangen und sehr gespannt auf das Ende. Was würde aus dem Prozess werden? Würde Emma ihren Frieden finden? Würde sie in Ballinatoom bleiben?

Am meisten schockiert und wütend gemacht hat mich Emmas Familie, ihre Freunde, das gesamte Dorf. Wie man einem Menschen so wenig Rückendeckung und Stärke mitgeben kann, wie man sie verantwortlich macht und das sogar von ihren eigenen Eltern. Die Welt von Ballinatoom ist so begrenzt und klein, dass sie Emma mit ihren Vorurteilen und Meinungen in eine Außenseiterrolle stecken, die sie nie wieder loswird.

Das Ende hat mich dann aber enttäuscht und überrascht. Ich hatte irgendwie mehr erwartet, obwohl ich im beschriebenen Nachwort die Beweggründe der Autorin durchaus verstanden habe. Ein abgeschlossenes Ende hätte auch zum Abschluss der Frage geführt, ob Emma denn nun selbst schuld war oder nicht. Und genau diese Frage soll der Leser sich am Schluss selbst stellen.

„#IchGlaubeDemMädchenAusBallinatoom

Ich will nicht ihre Galionsfigur sein. Ich will nicht tapfer sein. Ich will nicht ihre Heldin sein.“

(S. 321)

Fazit:

Es ist irgendwie schwierig zu sagen, dass mir Emmas Geschichte gefallen hat. Passender finde ich zu sagen, dass ich sie interessant fand.

Meiner Meinung nach wurde Emmas Geschichte und die dahinter steckende Thematik sehr gut von Louise O’Neill umgesetzt. Mir persönlich tat Emma wirklich leid. Natürlich konnte ich auch nachvollziehen, inwiefern sie sich auf de Silbertablett präsentiert hatte und wie sehr sie es über Monate und vielleicht sogar Jahre herausgefordert hatte. Dennoch gibt dieses Verhalten niemandem das Recht, sie zu erniedrigen, degradieren und zu benutzen wie ein Objekt. Sie hat zwar nicht „Nein“ gesagt, konnte aber aufgrund ihrer Bewusstlosigkeit auch nicht „Ja“ sagen. Und kein Nein ist nun mal auch kein Ja.

Ich empfehle „Du wolltest es doch“ gerne von Herzen, aber man sollte sich darüber bewusst sein, dass hier kein Happyend wartet, sondern die harte und schrecklich grausame Realität.


[Unbezahlte Werbung, alle Coverrechte liegen beim Carlsen Verlag]

Bibliographische Angaben:

Autor: Louise O’Neill

Seitenanzahl: 368

Verlag: Carlsen Verlag

Genre: Romane für Jugendliche

Rezension: Die Unendliche Geschichte

Lieblingszitat:

Jede wirkliche Geschichte ist eine unendliche Geschichte.

Michael Ende ist der einzige tote Autor, über den ich bis jetzt eine Rezension verfasst habe.

Diese Tatsache mag vielleicht ein wenig seltsam klingen, aber es kam mir gerade so in den Sinn.

Tatsächlich ist Michael Ende aber wirklich einer meiner allerliebsten Lieblingsautoren und ein großes Vorbild.

Seine Romane sind für mich wie Türöffner in fremde Welten und verzaubern mich mit jedem Wort aufs Neue wieder.

Auf den einen mögen seine Romane vielleicht ein wenig abgedreht und seltsam wirken, aber dahinter steckt eigentlich nur eine, meiner Meinung nach, einzigartige Sichtweise auf die Menschen und Bücher.

Michael Ende ist für mich Kindheit, Freude und ein Wochenende in München.

PS: Bin ich eigentlich die Einzige, die es sehr witzig findet, dass Michael Ende „Die unendliche Geschichte“ geschrieben hat?

Klappentext:

Bastian Balthasar Bux entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht:

Die unendliche Geschichte

Er liest vom Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Schuld daran ist die geheimnisvolle Krankheit der Kindlichen Kaiserin, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Sollte Bastian selbst jenes Kind sein, das Phantásien zu retten vermag? Zusammen mit dem jungen Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur begibt er sich auf eine Reise, in der bald jede Minute zählt.

„Herr“, sagte er dann, „ich sehe nun, dass mein Sterben Leben gibt und mein Leben den Tod und beides ist gut. Jetzt verstehe ich den Sinn meines Daseins. Ich danke dir.“

(S. 246)

Entgegen der anderen Bücher von Michael Ende gelang mir hier der Einstieg nicht so kinderleicht.

Ich hatte durchaus die ersten Seiten Zeit, um mich an Bastian zu gewöhnen, bevor die unendliche Geschichte wirklich beginnt.

Bastian stiehlt „Die unendliche Geschichte“ und liest sie – ganz der Bücherwurm – an einem Tag durch. Es ist zuerst beeindruckend, dass die zweifarbige Schrift in Rot und Grün jeweils die wechselnde Perspektive repräsentiert und dabei aufzeigt, wie sehr Bastian nach und nach in die Geschichte hineingezogen wird. Diese Art der Darstellung gefiel mir sehr gut, da ich so nie in die Verlegenheit kommen konnte, aus der falschen Perspektive zu denken.

Was vielleicht zuerst gewöhnungsbedürftig wirkt, ist die grobe Schraffierung und das stereotype Verhalten der Charaktere – insbesondere der Phantásier. Da diese nicht real sind, sondern den Gedanken der Kinder entsprungen, sind sie meistens recht modellhaft und statische Figuren. Irgendwie störte das aber gar nicht, da es dem Roman eben einen kindlichen Touch verleiht.

Der Roman hat mich wirklich in seinem Schreibstil sehr in seinen Bann gezogen. Mir gefiel sowohl Bastians, als auch Atréjus Sicht, da beide die Dinge auf ihre Art betrachten.

Außerdem wunderschön fand ich das Cover des Buches, da es das Ayrun – das königliche Symbol Phantásiens und eine besondere Schlüsselposition. Es wirkt irgendwie besonders schlicht, aber dennoch sehr stilvoll.

Insgesamt konnte mich die Handlung wirklich in ihren Bann ziehen: Ich kannte bereits den Film und war überrascht, wie viel mehr noch in dem Buch steht. Bastians Reise im Phantásien war sowas wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Die Kapitel waren nicht ellenlang, sondern gerade richtig. Obwohl es manchmal etwas langatmig war, musste ich mich nie durchkämpfen, sondern konnte die Seiten genießen.

Und nichts gibt größere Macht über die Menschen als die Lüge. Denn die Menschen, Söhnchen, leben von Vorstellungen.

(S. 159)

Fazit:

Ich liebte die Reise mit Bastian nach Phantásien. Dieses Land ist so grenzenlos, wenn man nicht in der Mitte sucht und genau deswegen ist Phantásien viel mehr als „Die unendliche Geschichte“, weil es in jedem selbst weiter existiert. Für jeden sehen die Geschöpfe Phantásiens – ob es nun der weltbekannte Fuchur oder Graógramán ist. Ob man mit Bastian durch Perelín wandert, auf den Elfenbeinturm schaut oder mit Atréju und seinem Stamm Bisons jagt.

Michael Ende wusste genau, warum diese Geschichte „Die unendliche Geschichte“ ist – nämlich weil jeder von uns gleichzeitig Leser und Teil der Geschichte ist. Obwohl es irgendwie verwirrend ist, beim Lesen selbst angesprochen zu werden, macht das einen ganz besonderen Zauber aus. Diese Geschichte ist einfach unendlich und man könnte sie vermutlich tausendmal lesen und trotzdem etwas Neues entdecken.

Sowas nenne ich unsterbliche Literatur.


[Unbezahlte Werbung, die Coverrechte liegen beim Thienemann Verlag]

Bibliographische Angaben:

Autor: Michael Ende

Seitenanzahl: 480

Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag

Genre: Phantastik